Wenn die meisten Menschen an Karate denken, haben sie sicherlich eine Gruppe von Menschen in weißen Anzügen im Kopf, die unterschiedliche Techniken in der Luft ausführen. Oftmals wird dabei auch noch geschrien. Vorne steht der Trainer und kotrolliert dann das Ausführen der Techniken von der Gruppe. Nur wofür ist das gut? Ist es auch im Kyokushin Karate wichtig, wo es doch ein modernes System ist, was zudem auch noch ein Vollkontakt-Stil ist? Techniken in die Luft haben ja wenig mit Kontakt zu tun.

Kihon, die unersetzbaren Grundlagen im Karate

Kihon (japanisch 基本) bezeichnet im Karate die Grundlagen für alles andere. Wir können es auch die Basistechniken (japanisch 基本技, Kihon Waza) nennen, welche sich von Karatestil zu Karatestil durchaus unterscheiden können. Wie der Name es schon sagt, gehören also die Techniken des entsprechenden Karatesils dazu. Alle Schläge, Tritte, Blöcke und auch Würfe, wenn vorhanden, werden hier zusammengefasst. Und genau diese werden im Unterricht immer wieder trainiert, weil nur wer diese Grundtechniken immer weiter verbessert, verbessert sich auch im Blick auf die Formen (Kata) und dem Kampf (Kumite). Durch das Basistraining wird auch die Kondition verbessert, die Geschwindigkeit erhöht und die Kraft gesteigert.

Kihon als Grundlage für den Kampf

Für das Kumite ist Kihon eines der wichtigsten Elemente. Hier werden die Schläge, Tritte und Blöcke in ihrer traditionellen Form verinnerlicht und perfektioniert. Nur wer hier eine saubere Technik besitzt, bereitet sich optimal auf das Kummet vor. Natürlich gehören neben Kihon auch Sparringstraining, Kombinationsübungen (mit und ohne Schlagpolster), eine gute Fitness und Erfahrung dazu, um ein guter Kämpfer zu sein, aber ohne eine gute Grundlage in der Technik wird man nie das Beste für sich erreichen können.

Kihon als Grundlage für die Kata

Auch im Bereich der Katas ist Kihon enorm wichtig. Im Grunde hat es die gleichen Gründe wie beim Kampf, wenn wir auf unseren Stil, dem Kyokushinkai Karate, einen genaueren Blick werfen. Wir laufen die traditionellen Kata, wo von der reinen Optik die Grundtechniken einen direkt sichtbaren Wert haben. Kihon ist auch ein enorm wichtiges Training für die Dynamik und Explosivität der Kata.

Kihon als Grundlage für die Selbstverteidigung

Wie du dir schon denken kannst ist Kihon auch ein enorm wichtiger Teil für die Selbstverteidigung. Daher trainieren wir in Selbstverteidigungskursen immer auch Teile von den Grundtechniken. Die Sicherheit in eine Technik, die du beim Kihon erlangst, hilft dir genau in diesen Situationen, dass Trainierte dann abrufen zu können, wenn es wirklich nötig ist.

Fazit: Kihon ist enorm wichtig für dein Karate

Wenn du Karate trainierst und manchmal den Sinn von Kihon hinterfragt, dann erinnere dich an die enorme Bedeutung der Grundtechniken für alles andere. Egal ob Kumite, Kata oder Selbstverteidigung; nur durch ein beständiges Training der grundlegenden Techniken wirst du in den anderen Bereichen wirklich Fortschritte machen.

Osu und trainiert fleißig weiter

Eure Senpai Peter